Samstag, 24. Juni 2017

WENDEPUNKT

Manchmal, da gebärdet sich das eigene Leben wie ein bösartiges, ungezogenes Kind, das einem ganz fies, kurz und knackig vors Schienbein tritt und dann mit einem hämischen Lächeln beobachtet, wie man mit der Situation umgeht.

Ich erinnere mich noch ganz genau an diesen Abend Ende März vor etwas mehr als 6 Jahren. Ich hastete in Luzern über die Seebrücke, es war kalt und dunkel und ich sehr in Eile, um meinen Zug noch zu erreichen. Ein weiterer anstrengender Tag lag hinter mir in dieser Praxis, in der ich seit 4 Jahren den Karren schleppte. 
11-Stunden-Tage mit 15 Minuten Mittagspause waren damals ganz normal, ich stand morgens um 4 auf und kam abends meist kurz vor 8 nach hause, denn vor und nach der Arbeit mussten ja auch noch die Ponys versorgt werden.

Ich hastete also über diese Brücke wie so viele andere, und plötzlich wurde mir ganz weich in den Knien. Mein Puls raste, es fiepte in den Ohren, und die Welt um mich rum begann seltsam zu wackeln. Mit Mühe erreichte ich grade noch so meinen Zug und liess mich völlig zittrig ins Polster fallen.

Seit vielen Monaten schon schlief ich nachts mit viel Glück grade noch so 2 oder 3 Stunden. Den Rest der Zeit lag ich wach, die Gedanken fuhren Karussell, ich grübelte, überlegte, und mein Gehirn machte sich einen Spass daraus, mir nächtelang immer und immer wieder die gleiche Platte "abzuspielen". Ich summte oft stundenlang in Gedanken dieselbe Melodie- ich hätte manchmal ausrasten können. 
Ich wurde immer müder und schlapper und fragte mich jeden Morgen, wie ich den anstehenden Tag bloss hinter mich bringen sollte.
Der letzte Rest Energie ging für den Job drauf; dort gab ich mein Bestes und liess mir nichts zu Schulden kommen, unsere Patienten und mein Chef waren voll des Lobes wie kompetent, speditiv und zuvorkommend ich doch sei.
Ich allerdings hätte nur noch heulen können.....

Und so wurde dieser Abend zum Wendepunkt in meinem Leben.
Am nächsten Tag bekam ich einen Termin bei meinem Hausarzt, der sich Zeit nahm und mir zuhörte und nachfragte und mich schlussendlich für einen Monat arbeitsunfähig schrieb. Ausserdem meldete er mich in einer Schlafklinik an, wo ich über die ganze Zeit ambulant behandelt wurde.
Heute weiss ich, dass diese Schlafklinik eigentlich der falsche Weg war und man dort nur die Symptome, nicht aber den Auslöser des Problems behandelte. Aber zumindest kümmerte sich jemand um meine Anliegen und ich hatte Zeit, mich für eine Weile aus diesem Hamsterrad auszuklinken.

Und das Ende vom Lied? 
Am Abend vor meiner Rückkehr in die Berufswelt bat mich mein Chef in die Praxis und kündigte mir. Er machte mir absolut haltlose Vorwürfe und kritisierte meine "minimalistische Arbeitshaltung". 

Wie jetzt- das hatte sich doch bis vor 4 Wochen noch so ganz anders angehört......?! 
DAS war ja mal eine Richtungsänderung par excellence- mehr Diskrepanz ging ja wohl nicht.

Wenn er nun hysterisches Geflenne oder gar inständiges Betteln um den Erhalt meines Jobs erwartet hatte: Fehlanzeige. Ich sagte ihm bloss, dass er mir eine Entscheidung abgenommen habe und dass es für mich absolut okay sei so. 

Das hat ihn dann doch ein wenig um Fassung ringen lassen. 

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie euphorisch ich auf dem Nachhauseweg war! Raus aus dieser Tretmühle, die Zukunft stand mir offen, es lag nun an mir, was ich daraus machen würde. Ich hatte keine Sorge, nicht den Hauch der Angst, keinen Job zu finden- ich war einfach nur zuversichtlich und sehr erleichtert!

Und ausserdem hatte mich meine Menschenkenntnis einmal mehr nicht im Stich gelassen: Wirkte "er" vordergründig wie ein sehr sympathischer und grosszügiger Chef, so missfiel mir irgendwas an ihm doch immer. Ich hätte es nur nicht beim Namen nennen können. Heute weiss ich, was es war......

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bekam meine Stelle in der Klinik, in der ich heute noch arbeite und wo es mir gut gefällt. Aber meine Einstellung zu meinem Job hat sich grundlegend verändert: Natürlich will ich meine Arbeit nach wie vor so gut wie möglich verrichten. Aber ich lasse mich nicht mehr davon auffressen. Ich grenze mich ab und erachte mein Privatleben als mindestens so wichtig wie meinen Job. 

"Ich arbeite fürs Leben, ich lebe nicht fürs Arbeiten!" 

das ist mein Wahlspruch diesbezüglich. Und inzwischen habe ich diesen Balanceakt perfektioniert. Kaum verwunderlich, dass diese Kehrtwende praktisch Hand in Hand ging mit der Reduktion auf das Wesentliche und das Minimalisieren in allen Bereichen meines Lebens.

Heute fühlt sich mein Leben an wie der Ort auf diesem Bild:


Hell, luftig und leicht. Mit viel Raum zum Atmen und Sein, mit einer konstanten Perspektive auf die vielen kleinen, oft versteckten schönen und wertvollen Dinge im Leben und mit einer Tür, die offen ist und mir im übertragenen Sinne Bewegungsspielraum lässt. 
Und diese Art zu leben gibt mir die nötige Ruhe und Zuversicht in Zeiten, die sich nicht so gestalten, wie ich es mir gerne vorstellen würde. Meine Vergangenheit (in der es noch mehr solcher Episoden gab, von denen eine ganz besonders an die Substanz ging- vielleicht erzähl ich euch ein anderes Mal davon!)hat mich gelehrt, dass es für alles Lösungen gibt. Manchmal kommen die zwar ein wenig forsch ums Eck und hämmern etwas penetrant an die Tür (weil man sie sonst wahrscheinlich gar nicht wahrnehmen würde!)
Und mitunter kommen sie auch von ganz unerwarteter Seite! 😏

Da passt der Satz ganz wunderbar, den ich letzthin gelesen habe und der mir sehr gefallen hat:



Manchmal ist es sehr befreiend
eingeschränkte Möglichkeiten
zu haben.



Oft meint es das Leben gerade dann ganz besonders gut mit einem wenn man denkt, keinen Einfluss auf das Geschehen zu haben.....

Ein beruhigender Gedanke, nicht wahr??



Frohen Sonntag, meine Lieben!💕







Sonntag, 11. Juni 2017

EIGENTLICH.....


....ist der Sommer so gar nicht meine Jahreszeit (meint zumindest mein Kreislauf, der bei Hitze regelmässig Parterre geht! ;oD). Aber ich kann ihm doch einiges abgewinnen.....

Die kühlen Morgen liebe ich sehr; wenn wir sonntags schon früh um 7 den Tag im Stall bei den Ponys und Mietzchen begrüssen, dann ist die Welt noch ganz leise. Die Jungs kommen fröhlich von der Weide galoppiert, auf der sie die Nacht verbracht haben, und fordern ihr Frühstück ein.
Die erste Brut Jungschwalben übt schon eifrig plappernd die Kunst des Fliegens, und die kleinen Samtpfötchen flitzen über den Heuboden, jagen sich, kugeln übereinander und finden viel Gefallen an ihrem sorglosen Leben.
Später, wenn die Sonne auf das Eternitdach des Stalles brennt und sich die Hitze auf dem Heuboden staut, verziehen sie sich alle in ihre Lieblingsecken und verdösen den Tag auf und zwischen den Heuballen.

Der Café au lait und das Maxi-Laugencroissant nach der Stallarbeit sind inzwischen zu einer liebgewonnenen Wochenends-Gepflogenheit geworden. Wir verplanen unsere Wochenenden so gut wie nie, sodass wir ohne jede Hektik einfach ganz entspannt durch den Tag bummeln können.

Oft nutze ich die freie Zeit für Tätigkeiten, für die im Alltag manchmal ein wenig die Musse fehlt. Heute habe ich mir ein neues Deo angemischt. Das Duftöl, welches ich dafür verwendet habe, heisst passenderweise "Joie de vivre" (Lebensfreude). Frisch, belebend, mit einer zitronigen Kopfnote riecht es, also genau richtig für die heissen Tage! Nebenher rühre ich auch gleich noch ein kleines Glas Zahnpasta an- und freue mich einmal mehr, wieviel Spass es macht, seine Pflegeprodukte selber herzustellen!

Im Garten schneide ich mir ein paar Pflanzen ab und stelle sie in einen irdenen Krug. Manch einer würde sie als Unkraut bezeichnen; für mich haben sie aber ihre Daseinsberechtigung genau so wie andere, "echte" Blumen. Sie sehen hübsch aus auf dem Küchentisch!

Bei weit geöffneten Fenstern verziehe ich mich anschliessend mit dem Buch "Die neue Natürlichkeit" auf's Sofa. Die Stube wird durch die raffinierten Rouleaus in angenehmen, kühlen Halbschatten getaucht, und trotzdem kann man die Landschaft ringsum in ihrer ganzen Schönheit durch sie hindurch sehen.
Zu meiner Linken hat sich Missi Toffee auf den Rattansessel gefläzt und geniesst, wie ich, diese schöne Stimmung.


Auch wenn ich dieses Buch (das ich übrigens sehr empfehlen kann!) schon zig-Mal durchgeblättert habe, so entdecke ich doch jedes Mal wieder Neues und Anregendes. Aber immer wieder schweift mein Blick ab und bleibt im Grün des Baumes vor einem der Fenster hängen. Die Gedanken gehen auf Wanderschaft, verarbeiten das, was an optischen und akkustischen Reizen von draussen in die Stube dringt. 

Auf der Weide am Haus fährt der Bauer mit dem Wenderechen am Traktor seine Runden. Das gemähte Gras fliegt in grossen Schwaden durch die Luft und breitet sich anschliessend wieder auf dem Boden aus, um bis zum Abend knistertrocken zu werden. Der laue Wind trägt seinen süssen Duft in die Stube. Zusammen mit dem Brummen eines kleinen Sportflugzeuges, welches am blitzblauen Himmel seine Bahnen zieht, ist dieser Duft für mich ein Synonym für schöne, heisse Sommertage.

Solche ruhigen Tage sind ein wahres Elixier für mich. Ich brauche keine Betriebsamkeit, mag nicht (mehr) hierhin und dorthin fahren. 
Ich liebe mein Zuhause! Es ist für mich eine leise, gemütliche Insel, genau wie der Stall auch mit meinen felligen Freunden, umgeben von der Natur. Beides sind Kraftorte, an denen ich auftanken und entspannen kann. 

Und jetzt? Ich denke, nun ist ein Nickerchen an der Reihe. Und hinterher setze ich uns eine Tasse Tee auf und gönne uns ein Stück Kuchen dazu!

Dochdoch- der Sommer hat sein Gutes..... ;oD

🌺Schönen Tag noch, ihr alle da draussen!🌺


Freitag, 19. Mai 2017

ALTES.HAND.WERK


Unsere Zeit ist geprägt von rasantem technischem Fortschritt, von Elektronik, Computern und Robotern. Diese Entwicklung birgt, ich leugne es nicht, auch ihre Vorteile in sich; man sollte sich allerdings davor hüten, im Zuge der euphorischen Begeisterung für technische Innovationen das Althergebrachte und Bewährte zu belächeln und ihm die Anerkennung zu verwehren, die ihm gebührt.

Mein Interesse an altem Handwerk war schon immer vorhanden, hat sich aber in den letzten Jahren mehr und mehr intensiviert. All diese Fertigkeiten, die den Menschen früher eine Selbstverständlichkeit waren und die bis heute zur Herstellung von Dingen des täglichen Gebrauchs angewendet werden: Schreinern, Töpfern, Weben, Spinnen, Drechseln, Schnitzen usw. Mit viel Erfahrung, Können und Liebe zum Detail entstehen wunderbare und qualitativ hochstehende handwerkliche Produkte, die unter Umständen Generationen überdauern.
Diese althergebrachten Fähigkeiten haben unglaublich viel künstlerisches Potenzial und üben auf mich eine wirkliche Faszination aus. 

Ganz besonders angesprochen fühle ich mich vom Werken mit Holz und da wiederum im Speziellen vom Drechseln. Dieser Art Holz zu bearbeiten also, bei der ein Stück dieses vielfältigen Naturmaterials in eine rasend schnell rotierende Maschine eingespannt und dann mittels der scharf geschliffenen Drechselbeitel in Form gebracht wird. 

Als ich mitbekommen habe, dass hier in der Nähe in einer Holzwerkstatt Drechselkurse angeboten werden, habe ich mich gleich angemeldet.
Und so stand ich kürzlich gespannt zum ersten Mal an einer solchen Maschine. Versuchte, dem mit 900-1200 Umdrehungen/Min.um sich selbst wirbelnden Holzstück unter Einsatz eines Beitels (von dem ich befürchtete, ihn innert Kürze in meinen Eingeweiden wiederzufinden 😯) die Form zu geben, wie sie auf dem Plan stand. 

Herrgottnochmal....
Ich stellte anfänglich wahrhaftig ein ums andere Mal die Vermutung an, dass ich wohl ein wenig begriffsstutzig sein könnte. Eigentlich gehöre ich doch handwerklich nun wirklich nicht zu den Minderbemittelsten. Aber beim Versuch, die angestrebten Rundungen, Kugeln und geschwungenen Übergänge hinzukriegen hab ich mehr als einmal wüste Verwünschungen zwischen meinen Zähnen zerkaut.... *gg*

Mit der Zeit bekam ich dann doch eine leise Ahnung von der Materie, erkannte (zumindest immer mal wieder...), wo und in welchem Winkel diese Beitel anzusetzen sind und wie man den Griff bewegen muss. Bei mir dauert sowas manchmal etwas länger. Aber WENN ich es dann mal begriffen hab, dann wird das was....👍

Und so geschah es, dass ich am Ende des Kurses tatsächlich eine wunderhübsche Schale, einen Honiglöffel und die Erkenntnis, dass ich doch nicht ganz verblödet bin, nach hause tragen konnte. 😅

Die Schale ist aus Apfelbaumholz und hat ca. 15 cm im Durchmesser. Nachdem ich sie fein beschliffen und mit einem Wachs eingelassen und poliert hatte kamen all die wunderbaren Maserungen und Einschlüsse zum Vorschein. Und dann dieser Duft!




Den Honiglöffel (ca. 21 cm lang) habe ich aus Buchenholz gedreht und anschliessend mit gewöhnlichem Sonnenblumenöl eingerieben. Das hat dem Holz einen feinen Caramellton verliehen und ihn noch aparter gemacht! 






Also, ein bisschen stolz bin ich schon! Andauernd muss ich die beiden Stücke in die Hand nehmen, die feine Oberfläche fühlen, dran riechen......
Holz ist einfach was ganz besonders Schönes.



Liebe Grüsse!






PS: Das ist übrigens mein 500. Post, wie ich eben feststellen konnte. Das hätte ich auch nie gedacht, als ich mit dem Bloggen begann.....

...und verlinkt bin ich mit diesem Post auch bei einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.de und beim ANL unserer Rostrose!






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Donnerstag, 11. Mai 2017

TRI-TRA-TRULLA!

Es ist und bleibt zur Zeit ein wenig ruhig hier auf dem Hummel-Blog, denn meine Energie wird im Moment ganz und gar absorbiert vom realen Leben!

Schuld daran ist eine Trulla.

Diese.



Ihre Mami hat sie im Heustock vergessen, und so ist sie (vorübergehend oder für immer? Man weiss es noch nicht genau!) bei uns eingezogen.

Sie sorgt für Wirbel im HauseHummel, für ganz viele Jöööö-Momente, für schlaflose Nächte und für Gelächter, und ausserdem beschäftigt sie nebst Herrn und FrauHummel auch die SchwesternHummel ganz vortrefflich. Denn wer soll das Fläschchen geben und das Bäuchlein kraulen, wenn die Adoptiveltern bei der Arbeit weilen?
Eben.

Tante Molly ist eine sehr verständnisvolle und geduldige Mit-Erzieherin, die sich auch nicht scheut, mal feine Ohrfeigen zu verteilen (mit eingezogenen Krallen, natürlich!), wenn die kleine Trulla mal wieder über die Stränge schlägt.


  
Tante Toffee hingegen ist das ganze Getöse viel zu viel. Sie möchte ihre Ruhe haben und scheucht den kleinen Wirbelwind mit einem breiten Fauchen aus dem Weg, sollte sich deren mit dem ihrigen kreuzen. Anfänglich war sie sehr eingeschnappt, hat auch nicht mehr mit der FrauHummel gesprochen (nicht mal mehr mit der! Das will was heissen!) und hat sich auf die Loggia verzogen.
Inzwischen gesellt sie sich aber doch immer wieder in die Runde, auch wenn sie sehr darauf bedacht ist, dass die wilde Trulla ihr nicht zu nahe kommt.

Eigentlich hängt jetzt alles von ihr ab.
Entweder gibt sie ihr Einverständnis, und die kleine Trulla darf bleiben.

Oder sie verweigert dieses. Dann darf die Trulla zurück in den Stall, sobald sie feste Nahrung zu sich nehmen kann. Oder sie bekommt neue Adoptiveltern.

Wir werden sehen!


🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  

Ihr seht es mir bitte nach, wenn ich grade kaum die Zeit finde zum Kommentieren.
Aber natürlich lese ich weiter mit bei euch! Versprochen.

Herzliche Grüsse,
auch von der Trulla! 

.....die schläft im Moment den Schlaf der Gerechten, 
DIE Gelegenheit, mal eben diesen Post in die Tasten zu hauen.

Und warum die Trulla Trulla heisst? Nun, mein Patenmädchen Catrin befand, dass der Name wie gemacht zu ihr passe. 
Na dann.




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Sonntag, 30. April 2017

COURARA!

Auf der Suche nach einem Vegi-Gericht für heute Mittag stiess ich im Inet auf dieses Rezept. Auf den ersten Blick erschien mir die Kombination ein wenig seltsam, auf den ersten Biss aber schmeckte es uns beiden ganz hervorragend! Und weil so ein wenig Abwechslung auf dem Teller nie schaden kann: Voilà!

Wir klöppeln uns heute einen CouRaRa! (Also einen Couscous-Randen-Raclettekäse-Auflauf. Für den, der nicht weiss, was Randen sind: Man nennt das Kind auch Rote Beete! ;oD)  




Das geht so ruckzuck, dass man nebenbei noch kleine Punks betüddeln kann! ;oD


🌿  Man bereitet gemäss Packungsangaben ein Couscous zu, schneidet
     einen Bund Maggikraut klein und rührt die Kräuter mit einem 
     herzhaften Schuss (Sonnenblumen)Öl unter. 

🌿  Mit dem Couscous befüllt man eine Auflaufform zur Hälfte
     und verteilt darauf ziegelartig ca. 1/2 cm dicke Scheiben 
     von gekochtem Randen und einem würzigen Raclettekäse.
     Das sieht dann in etwa so aus:




🌿   Anschliessend giesst man eine Verquirlung von 2 Eiern, 2 dl 
     Milch, Salz, Pfeffer und Muskat darüber.

🌿  Ab in den Ofen damit! Bei 220° dauert es 20 Minuten, bis man
     einen duftenden Auflauf ans Tageslicht befördern kann.

Und weil ich der Saucenkasper vom Dienst bin werde ich das nächste Mal noch eine Kräutersauce auf Basis einer Béchamel dazureichen. 



🌿 🌿 🌿 🌿 🌿


So! Was es mit diesem kleinen Punk auf sich hat- dazu das nächste Mal mehr!






Herzliche Grüsse! 💞



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Sonntag, 23. April 2017

DER EXPERTE (für alles und jedes)

Ich weiss nicht, ob ich es schon mal angemerkt habe, aber: Eigentlich bin ich ein sehr friedfertiger Mensch. Einer, der nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen ist und der nach dem Motto "Leben und leben lassen!" agiert.

Eigentlich....

Aber es gibt eine Sorte Mensch, die geht mir gehörig auf den Geist.
Wenn sich unsere Wege kreuzen, dann schlägt in mir eine Glocke "Ding-ding-ding!" 🔔 Alarm, und ich lege schon mal prophylaktisch im Geiste Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis aneinander, sage "Ommhhhh!!" und versuche, ihm einfach nicht mehr Aufmerksamkeit als zwingend nötig zu schenken. Doch trotz aller Mühe gelassen zu bleiben fühle ich dann doch, wie es in mir zu brodeln beginnt und ich langsam, aber stetig ansäuere....

Es ist dieser Typ Mensch, der gerne zu allem eine Meinung hat. Das ist ja okay soweit, ich mag Menschen, die sich Gedanken machen und eine eigene Meinung bilden, nichtwahr?
Aber dieser Mensch hat sich, bitteschön, nicht nur eine Meinung gebildet, die er uns unbedingt mitteilen muss, nein. Er ist darüber hinaus auch DER Mensch im Umkreis von vielen, vielen Meilen, der die einzig wahre und richtige Meinung zum Thema anzubieten hat. 
Immer.
Ausserdem trägt er diese Meinung sehr wortreich und umfassend und unter Zuhilfenahme vieler, vieler Fremdwörter vor, die dem ganzen zu mehr Gewicht verhelfen und seiner Persönlichkeit selber den Anstrich grosser Intelligenz geben sollen. 

Wir nennen ihn im Folgenden der Einfachheit halber mal "den Experten".

Seit geraumer Zeit lese ich in einem Forum für Minimalisten und habe mich dort auch als Mitglied eingetragen. Es gibt in diesem Forum viele interessante Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen- und anschauungen. Das ist meist wirklich spannend, und ich hab mir dort schon den einen oder andern Input abgeholt.

Nun würde ich mich selber ja nicht als Minimalisten bezeichnen. Ich sehe mich als sehr naturverbundenen Menschen, der sein Glück in einem einfachen, unaufgeregten Leben findet, der sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt und der sehr genau im Auge behält, wofür er sein Geld ausgibt und was er damit konsumiert.

Aber alleine schon die Definition, wer sich als Minimalist bezeichnen kann und darf, führt zu Diskussionen in diesem Forum. Persönlich finde ich das absolut müssig. Dieses "Hundert-Dinge-Ding" z.B. ist mir ziemlich suspekt. Wenn jemand meint, mit 100 Dingen in seinem Leben klarzukommen, dann darf er das  gerne tun (auch wenn die Meinungen ja schon auseinandergehen, ob Socken einzeln oder als Paar gezählt werden. Puuhhh.....  :o/ ). Minimalismus kann, meiner unmassgeblichen Meinung nach, gar nicht über solche Aspekte definiert werden. Für mich ist jeder Mensch, der sein Handeln hinterfragt, seinen Konsum kontrolliert und möglichst wenig Ressourcen verbraucht einer, der viel beiträgt zum Wohl unserer Natur und Umwelt. (Und zu seinem eigenen übrigens auch. Notabene.)

Aber halt! Jetzt kommt der Experte ins Spiel. Und der ist der Meinung, dass man solche Definitionen doch nicht dem Zufall überlassen kann. Da gebe es schon gewisse Voraussetzungen, die als richtungsweisend zu betrachten seien. 

Seiner Meinung nach würde er sich z.B. niemals (niemals!!) dazu versteigen, sich Tiere halten. Denn Tiere zum eigenen Vergnügen zu halten bedeute, sie zu versklaven. Ganz egal, unter welchen Bedingungen sie leben und wieviel Aufwand man dafür betreiben würde.
Mein Argument, dass die Haltung von Tieren auch ganz viel Positives hervorbringen und dass man dieses Thema nicht so rigoros abhandeln könne wischte er mit ein paar seiner typisch besserwisserischen Sätze vom Tisch. 

Wie schon erwähnt bin ich eigentlich ein sehr grossmütiger Mensch.  
Aber das war der Punkt, an dem a) mein Organismus Richtung Azidose steuerte und ich b)diesem Forummitglied mitteilen musste, dass ich mich zu diesem Thema nicht weiter mit ihm unterhalten wolle, da wir niemals (niemals!!) auf einen gemeinsamen grünen Zweig kommen würden. 

Es macht keinen Sinn, seine Energien in Diskussionen mit Menschen zu investieren, die nichts anderes als ihre eigene vorgefasste Meinung gelten lassen.....


😳


Ach! Was ich euch aber noch zeigen wollte: Meinen minimalistischen Kleiderschrank. Ich hab wieder mal ausgemistet. Man glaubt es kaum, aber ich finde tatsächlich immer wieder was, das wegkann. Wahrscheinlich ist das ein Neverending-Prozess, der einfach seine Zeit braucht.
Und so hab ich an Ostern meinen Kleiderschrank nochmal durchgekämmt.
Im alten Weichholzschrank von Oma sind nun wirklich nur noch Lieblingsstücke und Basics (nehme ich zumindest an...! ;oD) und meine Reitklamotten. Achso, und eine Mietze. Aber die gehört da eigentlich nicht hin, *ggg*! 😄





Auf einer Stange hängen noch ein paar Blusen, ein Hemd und meine geliebten Kleidchen. Das ist alles. Ich würde mal sagen: Ziemlich übersichtlich, oder?



Frohen Start in die neue Woche!




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